ÖSTERREICHER GREIFEN SCHWEDISCHEN MÖBELRIESEN AN

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Ikea muss sich warm anziehen

Giganten-Rennen der Möbelhändler…

Platzhirsch Ikea hatte in Sachen Sofas, Betten, Regale oder Küchen in Deutschland bisher kaum Konkurrenz zu fürchten, bis jetzt!

Der österreichische Möbel-Riese XXXLutz setzt zur Verfolgungsjagd an.

Jüngster Coup ist die Komplettübernahme des Möbeldiscounters Poco – der die Wettbewerbsbehörden noch zustimmen müssen.

Durch den Zusammenschluss der Nummer zwei mit der bisherigen Nummer sechs auf dem deutschen Möbelmarkt kann das Unternehmen in Deutschland damit deutlich näher an Ikea heranrücken.

Durch eine zunehmende Kaufzurückhaltung der Möbelkunden hatte sich der Wettbewerb in der Branche im vergangenen Jahr nach Angaben des Handelsverbands Möbel und Küchen verschärft.

Insgesamt konnte der deutsche Möbelhandel nur noch ein Umsatzplus von lediglich 0,5 Prozent auf 33,6 Milliarden Euro erwirtschaften.

Neben sinkenden Kundenzahlen in den Läden machen Experten dafür auch eine „ausufernde Rabattpolitik“ verantwortlich, die längst nicht mehr so wirke wie gewünscht. „Bislang hat der Möbelhandel darauf nur sehr wenige Antworten gefunden“, stellt das Magazin „Möbelkultur“ fest. Insbesondere bei den großen Möbelhäusern bleibe es bei der „wöchentlichen Prospektflut“, obwohl vor allem jüngere Zielgruppen damit gar nicht mehr zu erreichen seien.

Profitieren konnten auch Billig-Anbieter wie Roller und Poco. Beide Unternehmen sind weiter auf Wachstumskurs. Durch die Übernahme der restlichen Anteile von Poco hofft XXXLutz nun nicht nur auf zusätzliche Einsparungen, sondern baut auch sein Discount-Geschäft aus.

Mit einem Gesamtumsatz von künftig rund 5,6 Milliarden Euro liegt das aus einem Handel für bemalte Bauernmöbel entstandene österreichische Unternehmen XXXLutz aber noch weit hinter dem Branchenführer Ikea, der im Geschäftsjahr 2016/17 einen weltweiten Umsatz von 34,1 Milliarden Euro erwirtschaften konnte.

Während Ikea in Deutschland knapp 4,9 Milliarden Euro erzielte, kam XXXLutz nach Berechnungen des Fachmagazins 2017 auf einen Umsatz von rund 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kommt nun Poco mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro.

Damit ist der Expansionsdrang des österreichischen Unternehmens jedoch noch lange nicht gestillt. Ob es weitere Übernahmen in Deutschland gibt, ist unklar. Bis zum Jahresende will XXXLutz mit der Eröffnung von neuen Märkten in der Schweiz und in Rumänien international weiter expandieren und künftig in zehn europäischen Ländern vertreten sein.

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